queo goes swiss: Zu Besuch in Solothurn

25.04.2017 von Linda Scheithauer in Arbeitsleben und Kultur und Unternehmen
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Was haben Solothurn und Dresden gemeinsam? Beide Städte sind wunderschön an den Flüssen Aare und Elbe gelegen, beide sind umgeben von gebirgiger Natur und beide gelten als eine der beeindruckendsten Barockstädte ihres Landes. Und kürzlich ist noch eine weitere Gemeinsamkeit dazu gekommen: Neben dem queo-Headquarter in Dresden gibt es nun auch eine Niederlassung in Solothurn. Die offizielle Pressemitteilung dazu gibt’s hier.

Im folgenden Artikel interessieren die “harten” Fakten jedoch weniger. Wir wollten vielmehr wissen, wie sich die Schweizer Kollegen als neue queos eigentlich so fühlen. Wo arbeiten sie so – und was machen sie, wenn sie gerade nicht arbeiten? Dafür begleiten wir einen Tag lang Birgit Schär, eine unserer Schweizer Kolleginnen in Solothurn, die uns einmal im Büro – und natürlich auch abseits davon – herumführt.

“Die Identifikation mit queo ist eigentlich ziemlich schnell gegangen”

ist gleich der erste Satz, den Birgit sagt, als wir uns begrüßen. Das ist kein Wunder – ist doch das erste, was die Schweizer queos am Morgen sehen, das nagelneue Firmenschild, das in der Eingangshalle den Weg weist. “Wir sehen überall queo – so fühlt man sich dann schon richtig queo.” lacht Birgit.

Das BürogebäudeDas Firmenschild weist den Weg in den dritten Stock.

Wir fahren mit dem Aufzug in die dritte Etage des modernen Bürogebäudes am Rosenweg – so die Adresse – nur einen Katzensprung entfernt von der Solothurner Altstadt. Birgit führt mich gleich ins erste Büro: “Das ist unser Gemeinschaftsbüro mit den Business Analysten, zu denen auch ich gehöre. Unsere Project Manager sitzen auch hier.” Feste Plätze gibt es nicht. “Wir ‘sharen’ unsere Arbeitsplätze.” erklärt Birgit. Die Büros sind aufgeräumt und hell. Die schöne Aussicht fällt sofort ins Auge: Durch die Nähe zur Altstadt hat man einen tollen Blick zur St.-Ursen-Kathedrale, dem Wahrzeichen der Stadt Solothurn. Gleich dahinter erstreckt sich das Jura-Gebirge. Wir gehen in den nächsten Raum, der als Sitzungszimmer genutzt wird. Durch das gute Wetter hat man hier einen tollen Weitblick auf die Schweizer Alpen: “Das sind die Berge Eiger, Mönch und Jungfrau” erklärt Birgit. “Kann man sich bei einer so tollen Aussicht überhaupt konzentrieren?” sage ich augenzwinkernd. “Ja klar!” lacht Birgit. “Als Inspiration oder wenn man einen Denkanstoß braucht, kann man den Blick kurz in die Ferne schweifen lassen. Und dann kann man sich wieder voll der Arbeit widmen.”

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Viele Mitarbeiter sind allerdings gerade nicht zu sehen. “Meistens sind wir in unseren Projekten extern unterwegs.” erklärt Birgit. “So sehen wir uns als Kollegen leider nicht wirklich viel. Wir versuchen uns aber grundsätzlich einmal die Woche in Solothurn zu treffen, auch wenn es auch schon vorkam, dass wir uns nur einmal im Monat gesehen haben. Wenn wir aber mal im Büro in Solothurn sind, tauschen wir dann natürlich aus und erfahren, was die anderen so im Verlauf der letzten Wochen erlebt haben und was es in den Projekten Neues gibt.” An einem Tag in der Woche bemühen sich aber alle im Solothurner Büro zusammen zu kommen. Auch wenn die Fahrerei zunächst nach Anstrengung klingt, zeigt sich hierdurch genau genommen ein weiterer Vorzug des Standorts: “Wir sind in Solothurn eigentlich gut gelegen zwischen den großen Städten, man ist in weniger als einer Stunde in Bern oder Basel, in ziemlich genau einer Stunde in Zürich. Deswegen können wir am Morgen mit dem Zug zu unseren Mandanten fahren aber am Abend wieder nach Hause. Dann können wir im Zug arbeiten und diese Zeit somit sinnvoll nutzen und gut überbrücken.”

“Und wo spielt sich dein aktueller Projektalltag ab?” möchte ich wissen. “Das ist ausnahmsweise hier in Solothurn. Ich arbeite seit Anfang des Jahres im Projekt eines IT-Dienstleisters für diverse Schweizer Krankenversicherer und bin an vier von fünf Tagen in der Woche dort vor Ort. In anderen Projekten war ich immer in den großen Städten Bern, Zürich oder Luzern bei den Kunden unterwegs.”

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“Was hat sich eigentlich, abgesehen vom Namen, für dich geändert, seit du ein queo bist?” möchte ich wissen. “Da wir vorher nur als IT- Beratung gearbeitet haben, bekamen wir selten das fertige Produkt zu Gesicht. Wir haben zwar das Konzept ausgearbeitet – aber es dann an andere Unternehmen weitergegeben, die sich mit der Entwicklung der Lösungen beschäftigt haben. Jetzt sieht man am Schluss, was wirklich aus dem Projekt wird, da wir zusammen mit dem Dresdner Standort jetzt auch das Development anbieten können.

 Außerdem haben wir auch mehr die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und diese mit einem großen Team aus deutschen und Schweizer queos zu diskutieren und daraus vielleicht sogar neue Projekte entstehen zu lassen.”

Um das gemeinsame Kennenlernen mit den Dresdner queos noch stärker zu unterstützen, sind auch schon die ersten “Maßnahmen” abseits des Arbeitsalltags angelaufen. So hat zum Beispiel der queo-Osterhase, der jedes Jahr durchs Dresdner Headquarter hüpft, letzten Donnerstag auch den weiten Weg bis nach Solothurn auf sich genommen und eine kleine Überraschung da gelassen (und bei den Hamburger Kollegen von vividot hat er natürlich auch vorbeigeschaut). Eine große Mitarbeiter-Feier, bei der alle queos aller Standorte einmal gemeinsam zusammenkommen, ist auch bereits in Planung.

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Mittlerweile ist es Nachmittag geworden, fast schon Feierabendzeit. Jetzt, bei schönstem Frühlingswetter, bietet sich ein Spaziergang durch die Altstadt an. Die Stadt lädt am Wochenende oder Feierabend zum Verweilen ein. “Wir haben sehr viele Restaurants – man kann wirklich jeden Abend woanders hingehen. Im Sommer kann man sich an die Aare setzen gegenüber des Solheure, eine empfehlenswerte Hafenbar.” Wir stellen fest: Dresden und Solothurn haben wirklich viel gemeinsam. Das bestätigt auch Birgit, die vor einigen Wochen schon in Dresden zu Besuch war: “Vom ersten Eindruck her hat man sich dort fast wie in Solothurn gefühlt.”

Ich frage, was man tun sollte, wenn man zum ersten Mal in der Stadt ist. “Für jemanden, der noch nie in Solothurn war, ist eine Stadtführung auf jeden Fall zu empfehlen.” erzählt Birgit. “Dort kann man noch viel erfahren, selbst wenn man, wie ich, aus der Umgebung kommt. So hat die Zahl ’11’ in Solothurn eine gewisse Bedeutung- es gibt 11 Brunnen und 11 Kirchen, In der St.-Ursen-Kathedrale gibt es drei Mal  11 Treppenstufen und 11 Säulen. Auch das Solothurner Bier heißt Öufi nach der Zahl 11 auf Mundart. Das Bier einmal zu probieren ist auf jeden Fall lohnenswert.”

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Generell legen die Schweizer viel Wert auf Kulinarisches, erfahre ich. “Zwei Mal in der Woche gibt es in der Altstadt einen Markt, auf dem die regionalen Bauern auf ihren Ständen hochwertige Produkte verkaufen, das ist auch immer sehr schön. Aber auch im normalen Supermarkt erfährt man immer von wo das Fleisch kommt. Man weiß also ganz genau, was man kauft.”

Wenn man dann gut gestärkt ist, gibt es auch ausreichend Möglichkeiten wieder in Bewegung zu kommen: Ein weiteres Highlight der Region sind die vielfältigen Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen und andere Outdoor-Aktivitäten. “Zum einen gibt es das Jura-Gebirge, das wir ja eben schon aus dem Bürofenster gesehen haben. Außerdem gibt es den Solothurner Hausberg, den Weissenstein, der ebenfalls zum Jura gehört, auf den man mit einer Gondel hochfahren kann.”

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Hier endet erst einmal unser kurzer Ausflug nach Solothurn. Vielleicht ist es ganz gut so, sonst bekomme ich noch Fernweh. Birgit und ich verabschieden uns voneinander. Ein wirklich spannender Tag geht zu Ende und ich freue mich über die Erweiterung unserer queo-Familie und die zukünftige Zusammenarbeit mit den Schweizer Kollegen.

 

 

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