Ausbildung bei queo: Ein Zwischenfazit

14.09.2016 von Linda Scheithauer in Arbeitsleben
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In Teil I berichten Alla Schewtschenko und Fatima Soufi über ihre Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation bei queo.

Der Startschuss fiel vor ziemlich genau einem Jahr. Im August 2015 begannen Alla und Fatima ihre Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation, ein 3-jähriger IHK-Ausbildungsberuf, den queo in diesem Jahr erstmalig ausgeschrieben hatte. Mittlerweile sind beide aus unserem Marketingteam nicht mehr wegzudenken und haben so einiges von den Höhen und Tiefen des ersten Ausbildungsjahres zu berichten.

 

Berichtsheft zur Ausbildung| queo

 

Viele Wege führen zu queo

Alla hat nach dem Abitur zunächst ein Jahr lang als Praktikantin gearbeitet, erst 6 Monate in einer Grafikagentur, dann unterstützte sie die Öffentlichkeitsarbeit eines Kunstateliers. Schließlich begann sie ein Studium der Medienkommunikation an der TU Chemnitz und hat dort ihren Bachelor gemacht.

„Danach war ich nicht ganz sicher, ob ich noch den Master dran hänge oder doch eher stärker praxisorientiert arbeiten möchte. Ich habe mich dann für die Ausbildung entschieden, weil diese mir eine gute Kombination bot, aus dem was mich schon im Rahmen des Studiums am meisten interessiert hat, nämlich das Thema Marketing und Kommunikation, und dem praxisnahen Arbeiten.“

Fatima absolvierte nach Besuch der Realschule ihr Fachabitur im Bereich Wirtschaft & Verwaltung. Ihre Begeisterung für das Thema Marketing entdeckte sie schon zu Schulzeiten und so stand während der Vorbereitungszeit auf die Abschlussprüfungen neben dem Lernen das Thema „Bewerbung bei queo“ ganz oben auf der To-Do-Liste.

 

Inhalte der Ausbildung

Aber was umfasst eigentlich eine Ausbildung als Kauffrau für Marketingkommunikation? In den drei Ausbildungsjahren werden Alla und Fatima unter anderem lernen

  • wie man Märkte beschreibt und eingrenzt
  • welche Informationsquellen für die Erschließung von Zielgruppen genutzt werden können
  • welche Instrumente der Markenführung existieren
  • wie man an der Entwicklung von Strategie für Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen mitwirkt und
  • konkrete Prozesse und Aktivitäten plant und überwacht (z.B. hinsichtlich Zeit, Kosten und Qualität)

Und dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Gesamtlehrplan. Die Ausbildungsinhalte werden sowohl im Rahmen ihrer praktischen Tätigkeit bei queo vermittelt, als auch in der Berufsschule in Chemnitz, welche beide in regelmäßigen Abständen für jeweils 2-3 Wochen besuchen. Dokumentiert wird alles im sog. Berichtsheft. Dieses dient nicht nur der Kontrolle des eigenen Lernfortschritts, auch müssen die Berichtshefte vorgelegt werden, um die Zulassung zur Abschlussprüfung zu erhalten.

 

Das Geheimnis der Vokabelbox

Ausbildungsbetreuerin von Alla und Fatima war Anja Schulze, die bis zum Juni 2016 die fachliche Leitung des Marketingteams bei queo verantwortete. Von Anja wurden beide auch regelmäßig mit entsprechenden Lernaufgaben versorgt. An eine dieser Aufgaben erinnern sie sich noch ziemlich gut. In Form einer Infografik sollten sie eine Übersicht über die Marketing- und Kommunikationswirtschaft gestalten.

 

Vokabelkarten Marketing | queo

 

Die Erfüllung dieser recht offenen und gleichzeitig komplexen Aufgabe stellte die beiden vor eine größere Herausforderung als zunächst angenommen. Gemeinsam mit Ausbilderin Anja stellten sie fest, dass es hinsichtlich vieler Marketingbegrifflichkeiten noch am nötigen Grundwissen fehlte. Dies war die Geburtsstunde der sog. „Marketing-Vokabelrunde“, eine Fortbildungsmaßnahme, die seitdem regelmäßig durchgeführt wird und an der sich mittlerweile das gesamte Marketingteam beteiligt. :-)

In einer „Vokabelbox“ werden Grundbegriffe aus dem Marketingbereich gesammelt, die auf Karteikarten geschrieben werden. Die zugehörige Erklärung wird auf der Rückseite notiert. Jeden Donnerstag setzt sich das Team dann für 15-20 Minuten zusammen und jeder zieht reihum eine Karte und muss den jeweiligen Begriff für die anderen erklären. Ist die Erklärung richtig, wird dies mit einem Häkchen auf der Karte vermerkt, die dann wieder zurück in die Box kommt. Bei drei Häkchen wandert die Karte aus der Box in den imaginären Wissensspeicher.

 

Marketingvokabelrunde | queo

 

Die Vokabelbox wird natürlich regelmäßig mit neuen Begriffen gefüttert. „Immer wenn uns im Arbeitsalltag oder in der Berufsschule ein Begriff begegnet, den wir nicht kennen, kommt er auf eine Karte und landet in der Box. So haben wir richtig viel gelernt.“ erklärt Alla.

 

Non scholae, sed vitae discimus – Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir

Auf die Frage, was sie während ihres ersten Ausbildungsjahres bei queo gelernt haben, betonen beide jedoch zunächst ganz andere Dinge. Fatima, die bei queo zu den Jüngsten zählt, erklärt, dass sie vor allem gelernt habe, wie man an Aufgaben strukturiert herangeht, was es bedeutet, sorgfältig zu arbeiten und wie man seine Arbeitsergebnisse auch selbst kontrollieren kann. Gleichzeitig gibt sie zu, dass ihr das immer noch ab und zu Probleme bereitet.

Alla hat vor allem an Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten gewonnen und gelernt, wie man in Stresssituationen Ruhe bewahrt. Sie erinnert sich noch an den Tag, an dem sie ungeplant einmal einen Projektmanager vertreten sollte und sich damit auch zum ersten Mal mit wirklich allen großen und kleinen Aufgaben des Projektalltags konfrontiert sah.

„Da kommen so viele unterschiedliche Mitarbeiter mit Anfragen auf einen zu und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Aber ich habe dann einfach eine Aufgabe nach der anderen abgearbeitet und dann war der Tag irgendwann um und am nächsten Tag war alles gut.“ :)

 

Ausbildung Marketing | queo
Alla Schewtschenko – Auszubildende zur “Kauffrau für Marketingkommunikation” bei queo

 

Fatima berichtet stolz von einer ihrer ersten größeren Aufgaben während der Ausbildung bei queo. Sie sollte das Fotoshooting organisieren, in dessen Rahmen viele der Bilder entstanden, die unseren Webauftritt so einzigartig machen. Hier galt es viele Dinge gleichzeitig im Blick zu haben. Fotograf und Visagist sowie die entsprechende Location mussten gebucht, Termine für die queo-Mitarbeiter koordiniert werden (auch für diejenigen, deren Terminkalender keine Pufferzeiten oder kurzfristige Änderungen zulassen). Jeder musste wissen, wer wann und in welcher Konstellation fotografiert werden soll. Die richtigen Outfits mussten bereit stehen, Bügeleisen und Fusselrolle jeweils schnell zur Hand sein und und und…

„Als dann am Tag des Shootings alles geklappt hat, die Stimmung gut war, alle Spaß hatten und die Bilder auch noch supertoll aussahen, da war man schon stolz auf sich, dass man das alles so hinbekommen hat. Und außerdem war der Tag natürlich auch superlustig“ lacht Fatima.

Alla ergänzt „Bei queo wird man recht früh auch einfach mal ins kalte Wasser geschubst und bekommt Aufgaben, die einem ganz schön was abfordern. Das kann einem am Anfang schon ein wenig Angst machen. Mit der Zeit habe ich dann aber gelernt, ruhig zu bleiben und mir zu sagen, ‘du wirst das schon irgendwie schaffen‘ und zu überlegen, ‚ok, was muss ich jetzt machen, um diese Aufgabe zu lösen?‘ Das hat ganz gut funktioniert. Und man bekommt ja auch immer Hilfe, wenn man diese braucht“.

Neben Ausbilderin Anja gibt es je nach aktuellem Aufgabenschwerpunkt zusätzlich Mentoren, welche die beiden bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben unterstützen. So wurde Alla, die zu Beginn viele Aufgaben im Bereich Projektmanagement mit verantwortete, von Projektmanagerin Lysann Gregor begleitet. Fatima wechselte vor kurzem in den Consulting-Bereich. Hier steht ihr Melanie Gottschlich zum Thema „Mediaplanung & Testing“ sowie Bernhard Kelz für das Thema „Social Media“ zur Seite.

„Super wichtig sind aber auch alle, die einen bei Kleinigkeiten unterstützen, wenn man z.B. einfach nur mal wissen möchte, wie der Scanner funktioniert. Mir haben hier vor allem Manu, aber auch Loc, Kerstin und Maria aus unserem Office-Team sehr geholfen.“ ergänzt Alla.

 

Fazit nach dem ersten Lehrjahr

Auf die Bitte, doch einmal das erste Ausbildungsjahr in einer Verlaufskurve darzustellen, zeichnen sich bei beiden sowohl steile Anstiege mit schönen Höhenpunkten als auch immer mal wieder Einschnitte ab.

„Nicht nach jeder Aufgabe hat man sich besser gefühlt. Ich musste auch erst einmal lernen, mit Kritik umzugehen. Oft wollte ich mich in diesen Momenten vor allem rechtfertigen und habe gar nicht versucht, zu überlegen, was ich hätte anders machen können. Aber dann lernt man aus der Sache und es geht wieder bergauf.“

 

Ausbildung Marketing | queo
Fatima Soufi – Auszubildende zur “Kauffrau für Marketingkommunikation” bei queo

 

Insgesamt verläuft die Zufriedenheitskurve jedoch aufwärts, das Gesamtfazit fällt positiv aus und beide freuen sich schon auf das nun beginnende zweite Ausbildungsjahr. Fatima hat sich hierfür vorgenommen, ihre Arbeitsweise „noch mehr zu strukturieren“ und insgesamt „einfach noch mehr Power zu geben“.

Alla, die seit Kurzem maßgeblich in die Vermarktung unserer Produktmarke Barbuda sowie unserer neuen Servicemarke Vividot eingebunden ist, erklärt „Ich habe gemerkt, dass ich gerade in letzter Zeit auch schon größere Aufgaben bekommen habe und mir hier auch viel Vertrauen geschenkt wird. Jetzt möchte ich gern mein Bestmögliches geben, um das auch alles hinzukriegen und quasi die Menschen nicht zu enttäuschen, die mir dieses Vertrauen geschenkt haben. Als Anja gegangen ist, hat sie gesagt „Mach weiter so, Alla“, daher denke ich, dass sie schon recht zufrieden mit mir war und ich das hinbekomme.“

Die Leitung der Ausbildung und weitere Entwicklung der beiden betreut aktuell Dominik Bock, queo-Gesellschafter und Leiter der Unit Business Services. Beide sind schon gespannt darauf, welche Herausforderungen sie im zweiten Ausbildungsjahr erwarten und welche netten Post-it-Messages sie wohl zukünftig im Berichtsheft finden werden. :)

 

Post-It in Allas Berichtsheft | queo

 

Fotos: Nicole Altenburg

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