Projektmanager in der Selbstfindung

13.06.2016 von Andreas Rautert in Arbeitsleben und Kultur
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Wie ein großer Fisch-Tank, ein Rettungsboot und der „Tower of power“ die Zusammenarbeit im Projektmanagement-Team fördern…

Ein grauer Tag im Mai. Mit laufendem Motor wartet eine schwarze Limousine vor dem queo-Hauptquartier. Ihr Ziel: das „Rote Haus“ in Moritzburg – Naturidylle, See mit Enten und „nordic-walkenden“ Rentnern. Letzte Kundengespräche am Handy, bevor sich die sonst so unter Dauerstrom stehende Gruppe von queos ihrer selbst hingeben – Teamtag für die Projektmanager von queo.

Der berühmte Blick über den Tellerrand

Beschnuppern muss man sich nicht, man sieht sich: bei Teammeetings, Treffen auf dem Gang oder an der Kaffeemaschine. Nur nicht in Projekten, also dem, was den Arbeitsalltag bei queo ausmacht. Und deshalb stand der Tag ganz im Zeichen des besseren Kennenlernens. Denn jeder Einzelne hat eigene Projekte, mit eigenen Projektteams und wenig Berührungspunkten im Alltag. Man schätzt sich, schaut aber zu wenig über den eigenen Tellerrand seiner Suppe aus Website-Entwicklung, Social Media-Kampagnen oder Messeauftritten. Als Team zusammenwachsen, voneinander lernen und aus den Teamerfahrungen profitieren kommt dadurch zu kurz. Ein Teamtag im Zeichen des Teams also.

-20 Grad und es wird noch kälter

Nach kurzem Warmup stellte sich die Gruppe der ersten Teamchallenge – bei imaginären -20 Grad, einem sinkendem Schiff und einer Gruppe von zehn Projekt-Alphatieren auf einer ca. 2qm großen Plane, die ein Rettungsboot symbolisieren sollte. Der Haken: das Rettungsboot lag auf der falschen Seite, mit dem Boden nach oben. Die Aufgabe also: als Team die Plane von unten nach oben drehen, ohne das „Boot“ zu verlassen. Das Team, welches sonst immer allein für seine Projekte kämpft, rückt zusammen, übergibt Verantwortung an den, der die beste Sicht auf die Dinge hat und unterstützt sich, so dass die Aufgabe in gerade einmal sechs Minuten gemeistert wird (der Rekord liegt bei zwei) und die Gruppe bemerkt, dass man trotz der täglichen Projektdistanz gut harmoniert und sich gemeinsam unterstützt.

 

 

Let’s get ready to rumble

Das ist im Alltag nicht immer so: Konflikte vor allem aufgrund von Ressourcen sind vorprogrammiert, viel Kommunikation und Abstimmung mit den Kollegen erforderlich. Da hakte es des Öfteren. Die Frage war also „Wie kann man das Kapameeting, in welchem wöchentlich die Ressourcen bei queo final abgestimmt werden, noch schlimmer als bisher machen?“. Die Diskussion lief in einem sogenannten „Fish bowl“ – zwei Personen diskutieren in der Mitte, die anderen Teilnehmer sitzen im Kreis um die Duellanten herum. Die Argumente werden dokumentiert und die ungewöhnliche Fragestellung brachte zum einen Spaß, zum anderen Erkenntnisse, was man verbessern kann und warum es immer wieder Konflikte gibt. Während letzteres dann wohl in einem internen Miniprojekt enden wird, führte der Spaß dazu, dass dieser gleich spontan in die Markenwerte von queo überführt wurde.

 

 

Intime Geheimnisse

In einer weiteren Übung stellten sich die Teilnehmer einer großen Herausforderung: wie viel gebe ich von mir selbst preis? In Minigruppen von maximal vier Personen sollte jeder Teilnehmer den anderen der Gruppe eine zentral gestellte Frage beantworten. Los ging’s mit harmlosen Fragen, die dann immer persönlicher wurden. „Was würden Freunde oder Kritiker über Dich sagen?“ oder „Was ist Deine persönliche Motivation bei der Arbeit?“ oder auch „Was ist dein geheimer Wunsch?“ lässt die Teilnehmer schon grübeln, was sie den Kollegen so alles wissen lassen. Die Erkenntnis daraus: nur wenn man sich öffnet, kann Kommunikation erfolgreich sein.

Türmchenbauen für Erwachsene

Das Kommunikation wichtig ist, zeigte auch die letzte Herausforderung des Tages. Die Projektleiter sollten gemeinsam einen Kran steuern -eine runde Scheibe, an welcher ein Haken befestigt war. Von der Scheibe gingen Fäden sternförmig ab und jeder Teilnehmer hatte einen dieser Fäden in der Hand. Es brauchte also einen Richtungsgeber, klare Kommunikation und die berühmte Kollaboration aller Teilnehmer. Auch wenn das Türmchenbauen für Erwachsene im Ergebnis her nicht ganz den Vorstellungen entsprach, agierte das Team gut, ließ aber die nötige Präzision und das Händchen Glück vermissen. 1:0 also für den Holzklotz, der trotz detaillierter Abstimmung immer wieder vom Kran hüpfte. Das Ziel der Übung war aber ein ganz anderes: den Teilnehmern zu zeigen, wie wichtig es ist (diesmal auch bildlich) an einem Strang zu ziehen.

 

 

Team ist nicht „(T)oll, (E)in (A)nderer (M)acht´s

Es wurde langsam dunkel und die Enten nahmen Reißaus vor Frisbee-werfenden Supportverantwortlichen, die walkenden Rentner wichen trainierenden Triathleten und die Luft des Luftkurortes Friedewald durchzogen leckere Rauchschwaden, als das Team den Tag entspannt am Grill ausklingen ließ. Fazit des Tages: das Team der Projektleiter bei queo ist wieder enger zusammengerückt, hat viele Gemeinsamkeiten und letztendlich sich selbst wiederentdeckt. Allen wurde bewusst, wie wichtig es ist, sich zu unterstützen, einen Perspektivwechsel durchzuführen und wirklich als Team zu agieren.

 

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Abschließend noch ein besonderes Dankeschön an Rita Nerbe (parascout) sowohl für den wertvollen Gestaltungsinput als auch die tollen Fotos! :-)

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